Grunderwerbsteuer in Baden-Württemberg: Was beim Immobilienkauf anfällt
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Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Baden-Württemberg?
Der Steuersatz beträgt in Baden-Württemberg 5,0 Prozent. Die Länder legen den Satz seit 2006 selbst fest, deshalb unterscheidet er sich bundesweit deutlich – von 3,5 Prozent in Bayern bis 6,5 Prozent in mehreren Ländern. Für jede Immobilie in Hardthausen am Kocher, Möckmühl, Neudenau, Neuenstadt am Kocher oder Langenbrettach gilt der baden-württembergische Satz.
Quelle: Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG) und die Steuersatzfestlegung des Landes Baden-Württemberg.
Worauf genau wird die Steuer berechnet?
Bemessungsgrundlage ist die Gegenleistung – im Normalfall der beurkundete Kaufpreis. Dazu zählen auch übernommene Belastungen, etwa ein weiterlaufendes Wohnrecht oder eine übernommene Grundschuld. Nicht zur Gegenleistung gehören bewegliche Gegenstände, die mitverkauft werden.
Welche Positionen lassen sich legal herausrechnen?
Wird im Kaufvertrag gesondert ausgewiesenes Inventar vereinbart, mindert dessen Wert die Bemessungsgrundlage. Typische Positionen sind Einbauküche, freistehende Möbel, Markisen, Gartenhaus oder Sauna. Zwei Regeln sind dabei wichtig: Der angesetzte Betrag muss dem realistischen Zeitwert entsprechen, und die Positionen müssen einzeln benannt sein. Überhöhte Inventarlisten fallen dem Finanzamt auf und können zu Nachfragen sowie zu Problemen bei der Bankfinanzierung führen, weil Inventar nicht mitfinanziert wird.
Wer zahlt die Grunderwerbsteuer?
Gesetzlich schulden Käufer und Verkäufer die Steuer gemeinsam. In nahezu allen Kaufverträgen wird sie vertraglich dem Käufer zugewiesen. Das Finanzamt wendet sich deshalb an den Käufer.
Was passiert nach der Beurkundung?
Der Notar meldet den Kaufvertrag dem Finanzamt. Dieses erlässt den Grunderwerbsteuerbescheid, üblicherweise fällig einen Monat nach Bekanntgabe. Erst nach Zahlung stellt das Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung aus. Ohne sie trägt das Grundbuchamt den Eigentümerwechsel nicht ein.
Gibt es Ausnahmen von der Steuer?
Befreit sind unter anderem der Erwerb durch Ehegatten oder eingetragene Lebenspartner, der Erwerb in gerader Linie – also zwischen Eltern und Kindern – sowie Erwerbe von Todes wegen und Schenkungen, die stattdessen der Erbschaft- oder Schenkungsteuer unterliegen. Auch Grundstücke mit einem Wert bis 2.500 Euro bleiben steuerfrei.
Was bedeutet das für die Kaufnebenkosten insgesamt?
Neben der Grunderwerbsteuer fallen Notar- und Grundbuchkosten an, die sich zusammen üblicherweise im Bereich von rund 1,5 bis 2 Prozent des Kaufpreises bewegen. Käuferprovision fällt bei TREGIMMO nicht an: Käufer zahlen 0 Prozent.
Nächster Schritt
Rechnen Sie Ihre gesamten Erwerbsnebenkosten in zwei Minuten durch – mit dem Kaufnebenkosten-Rechner. Die steuerliche Beurteilung im Einzelfall gehört in die Hand Ihres Steuerberaters.
Häufige Fragen
- Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Baden-Württemberg?
- Der Steuersatz liegt in Baden-Württemberg bei 5,0 Prozent der Bemessungsgrundlage, in der Regel des beurkundeten Kaufpreises.
- Wann muss die Grunderwerbsteuer bezahlt werden?
- Das Finanzamt versendet nach der Beurkundung einen Steuerbescheid. Die Steuer ist üblicherweise einen Monat nach Bekanntgabe des Bescheids fällig.
- Kann mitverkauftes Inventar die Steuer senken?
- Ja. Bewegliches Zubehör wie Einbauküche, Markise oder Sauna gehört nicht zum Grundstück. Wird es im Kaufvertrag gesondert und mit realistischem Zeitwert ausgewiesen, mindert es die Bemessungsgrundlage.

Über den Autor
Egzon Islamaj
Immobilienmakler (IHK-zertifiziert) und Inhaber von TREGIMMO in Hardthausen am Kocher. Schwerpunkt: Verkauf und Bewertung von Wohnimmobilien in der Kocher-Jagst-Region. Mehr über mich
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